Alles ist anders, manches ist Anderster!

Die Welt ist nur ein Meer aus unzählbar vielen Details


Hinterlasse einen Kommentar

Hilfe für Tiere mit Behinderungen.

Im Rahmen der diesjährigen Blogger Thementage verfasse ich nun diesen und zwei weitere Blogpost zu den entsprechenden Themen unter dem Motto „Gemeinsam stark“.
Es ist fast schon wahnsinnig innerhalb eines Tages gleich drei Blogpost zu kreieren, da ich den Termin leider fast übersehen habe. Damit breche ich nun meinen persönlichen Rekord, und das als vollkommener Neuling im Reich der Blogger.

Wie dem auch sei. Das dritte und letzte Thema lautet „Tiere und Behinderung“. Mein erster Gedanke war: Tiere mit Behinderungen. Doch dann las ich die Themaleitfragen darunter und wusste, dass es doch „nur“ um Menschen mit Behinderungen geht, die Hilfe durch Tiere erhalten. Aber mein erster Gedanke hat mir nun so gut gefallen, dass ich dazu einen Blogpost verfassen will. Man legt ja immer soviel Augenmerk auf den Menschen, aber auch Tiere leiden sehr unter diversen Behinderungen. Daher folgt nun eine auf Wahrheit basierende Geschichte:

Als Teenager hatte ich lange Zeit über Ratten als Haustiere. Um sie auch artgerecht zu halten, investierte ich viel Zeit und auch für damalige Verhältnisse für mich ein halbes Vermögen in den Bau eines großen Käfigs. Denn die Käfige aus dem Zoohandel sind meist viel zu klein für ein Rattenrudel von bis zu 10 Ratten. Das ist reinste Tierquälerei diese Nager in solch kleine Käfige zu stecken.

Ich begann später ebenso eine kleine kontrollierte Zucht. Damit das alles auch funktionierte, hatte ich dann natürlich noch mehr ähnlich große Käfige zur Verfügung. Dadurch kam ich mit vielen Persönlichkeiten in Kontakt. Vom sozialen Verhalten und Erscheinen her sind Ratten dem Menschen sehr ähnlich. Es gab Ratten, die lieber ruhíg waren und Ratten, die eben auch sehr dominant waren. Manche erkämpften sich das Privileg, den höchsten Punk im Käfig alleine genießen zu dürfen. Andere Ratten erinnerten mich sehr an mich selbst – die waren so clever, dass sie herausfanden, wie sie den speziellen selbst gebauten Drehverschluss des Käfigs aufbekommen. Ich dachte, das sei unmöglich, da man den nur von außen bedienen kann. Ich weiß bis heute nicht, wie die das geschafft haben, aber Fakt ist, dass sie jedes mal, wenn ich nach Hause kam, frei im Zimmer herumliefen und die Käfigtür offen stand.

Ich modifizierte darauhin den Drehverschluss so, dass man ihn nur noch mit viel Kraftaufwand öffnen konnte. Diese Kraft konnten sie dann nicht mehr aufbringen. Ich hatte nichts dagegen, wenn sie frei im Zimmer herumliefen, aber ohne Aufsicht war das eben auch gefährlich für sie. Ratten knabbern gerne Kabel an. Sofern sie jedoch in ein Stromkabel reinknabbern, ist das eben lebensgefährlich. Daher war es wichtig, dass sie im Käfig sind, wenn ich nicht zuhause bin.

Doch die Cleveren unter den Ratten fanden andere Wege aus dem Käfig zu gelangen. Eine machte sich so schlank wie ein Eierkuchen und kletterte durch eine Gitteröffnung zwischen Gitter und Wand in die Freiheit. Dieser Anblick war einfach nur lustig. Natürlich befreite ich sie dann, damit sie sich nicht verletzt oder gar erstickt, und machte diese Öffnung zu.

Was diese Ratten anbelangt, sollten wir uns ein Vorbild an ihnen nehmen, denn egal wie schwierig dieser Ausbruch aus dem Käfig auch war, sie haben immer Wege gefunden, irgendwie diese Barriere des Käfigs zu überwinden.

Doch es gab auch eine ganz besondere Ratte, die ich sehr intensiv beobachtet habe. Es war eine kleine zierliche Dame. Ich bemerkte, dass sie sich nicht dem Rudel anschloss. Wenn ihre Schwestern kamen, wurde sie aggressiv, fauchte und trieb sie weg von sich. Ich wusste nicht, was sie hatte, was ihr Problem war, aber ich habe sie zuerst einmal in ihrem Verhalten beobachtet, um sie eben besser kennen zu lernen.

Nach einiger Zeit der Beobachtung wollte ich sie dann aus dem Käfig nehmen. Da sie noch sehr jung war, hatte ich sie vorher noch nicht zu mir genommen. Aber ab einem gewissen Alter nahm ich jede Ratte zu mir, was im Grunde auch jede Ratte sehr genoßen hat.

Nun, als ich nach ihr greifen wollte, um sie sanft in meine Hände zu nehmen, fauchte sie auch bei mir. Da wusste ich sofort, dass sie große Angst hat, obwohl ich ihr nichts getan hatte. Ich lenkte sie dann mit der anderen Hand ab, und nahm sie mit meiner rechten an der Schwanzwurzel, da ich nicht scharf darauf gewesen bin, gebissen zu werden. Als ich sie so auf dem Käfig herausbringen konnte, geschah etwas erstaunliches.

Sobald sie von ihren Schwestern weg war, wurde sie sehr zahm, wie jede andere Ratte auch. Ich konnte sie streicheln und sonst wie verwöhnen. Sie war ganz ruhig und zahm in meinen Händen. Sie fühlte sich bei mir geborgen und in Sicherheit.

Ich nahm sie in den folgenen Tagen mit der selben Methode immer wieder zu mir, damit sie mich erstmal gut kennenlernt und diese Angst in meiner Obhut vollkommen verliert. Ich wollte ihr aber helfen, weil ich wusste, dass sie irgendeine Behinderung hatte. Vielleicht Autismus oder Soziophobie? Das weiß ich nicht, aber ich war fest entschlossen, ihre Probleme mit ihren Schwestern irgendwie zu lösen. Daher nahm ich nach einiger Zeit neben ihr auch noch eine weitere Ratte zu mir. Beide durften in meinen Ärmel, was bislang jede Ratte sehr liebte.

Anfangs reagierte sie auf die andere genauso wie im Käfig. Ich trennte sie wieder und nahm sie auf meinen Schoß, um sie besser im Blick zu haben. Dort versuchte ich sie zu beruhigen und ihr zu vermitteln, dass sie bei mir in Sicherheit ist. Nach einigen „Therapiestunden“ gelang es mir, dass sie zumindest bei mir andere Ratten akzeptiert. Später zeigten sich auch im Käfig nach und nach kleinere Erfolge. Letztendlich hatte diese Geschichte auch ein Happy End. Zuletzt lag sie zusammen bei den anderen in einem an sich viel zu kleinen Häuschen, aber diesem Rudel schien es eben zu gefallen, eng beieinander und übereinander zu kuscheln und zu schlafen.

Nicht nur wir Menschen haben Probleme und Behinderungen. Genauso wie es sehr clevere, schüchterne, dominante, und andere Menschen gibt, gibt es auch Rudeltiere, die sich durch jene Wesensmerkmale voneinander unterscheiden. Das habe ich bei meinen geliebten Ratten auch ganz eindeutig erlebt. Das besondere war für mich letztendlich die eine kleine zierliche Rattendame, von der ich gerade schrieb. Sie hatte definitiv eine seelische Behinderung, die es ihr anfangs unmöglich machte, sich in das Rudel zu integrieren. Sie war ausgegrenzt und ließ keinen friedlichen Kontakt mit ihren Schwestern zu. Warum? Das weiß ich bis heute nicht. Sicher ist aber, dass sie durch meine Hilfe ihre großen Ängste überwinden konnte und am Schluss Teil ihrer Rattengesellschaft wurde.

Wenn wir Menschen uns ebenso gegenseitig in diesem Maße helfen würden, dann heilt man zwar keine Behinderungen damit, aber wir ermöglichen unseren Mitmenschen am Leben Teil haben zu dürfen und zu können. Wir machen die Welt um ein Stück weit besser und lindern das Leid auf unserem Planeten, wenn wir eben gemeinsam stark sind und uns gemeinsam für eine bessere Welt einsetzen.

Nun schließt die Augen, und denkt mindestens eine Sekunde lang über euch selbst und eure Mitmenschen nach.

 

Dies ist ein Beitrag, welcher dem Thema der Blogger Thementage gewidmet ist.       Vielen Dank an Aleksander für dieses tolle Projekt!


Hinterlasse einen Kommentar

Wissen hilft, Aufklärung hilft besser.

Ich beschäftige mich seit etwa 5 Jahren mit psychischen Krankheiten und diversen Behinderungen – insbesondere mit Autismus und neuerdings mit dem Ehlers Danlos Syndrom.

Ich habe mir unzählige Videos auf Youtube dazu angesehen, ganz Wikipedia dazu abgegrast, selbst Fachartikel von Ärzten dazu gelesen und sogar Betroffene persönlich gesprochen, um ihre eigene Sichtweise erfahren zu können. Mittelerweile bin ich ein kleiner Experte in diesem großen Gebiet der Psychologie und Behinderungen geworden. Man nannte mich spaßeshalber sogar schon „Kleiner Professor“, da ich zu fast jedem Thema irgendetwas wusste.

Doch eines wusste ich nie. Wie kann man diesen Menschen eine Hilfe sein? Wie kann man die Barrieren abbauen, an denen sie immer wieder scheitern? Wie schafft man Barrierefreiheit für diese besonderen und tollen Menschen?

Auf diese Antwort kam ich erst sehr spät als ich begann mit Begeisterung den Blog Quergedachtes zu lesen. Dies war auch der Grund, warum ich selbst begann einen Blog aufzumachen und zu gestalten.

Einem Rollstuhlfahrer sieht man seine Behinderung an und man erkennt auch ganz leicht die Barrieren, die er im alltäglichen Leben hat. Daher begann man nach und nach Gebäude behindertengerecht zu bauen. Rampen, spezielle Toiletten, niedrigere Tresen und vieles mehr, was das Leben für einen Rohlstuhlfaher um einiges erleichtert. Das selbe machte man auch für Blinde. Heute gibt es wohl keine Ampel in Deutschland mehr ohne akustisches Signal für Grün, so dass auch Blinde wissen, wann sie die Straße gefahrlos passieren können. Ebenso trainiert man Blindenhunde, die dem Blinden eine große Hilfe im Alltag sind.

Aber als ich mich mit dem Thema Autismus befasst habe, bemerkte ich mehr und mehr, dass man jenen ihre Behinderung nicht ansieht und sie im Alltag keine Barrierefreiheit zugestanden bekommen. Wenn ich von Menschen höre, die nicht mal ihren Einkauf an Nahrungsmitteln machen können, weil sie die Reizflut in Supermärkten nicht ertragen können, dann schockiert mich das sehr. Dabei wäre es doch so leicht, auch jenen Menschen ihren Alltag in der Öffentlichkeit um einiges zu erleichtern. Was spricht dagegen, wenn beispielsweise Supermärkte zu bestimmten Zeiten so still zu sein haben, wie es in Bibliotheken rund um die Uhr selbstverständlich ist? Warum macht man das nicht? Warum bemüht sich der Staat und die Gemeinden nicht darum, ebenso die Barrieren für Autisten zumindest erst einmal etwas abzuschwächen? Dies muss ja nicht von heute auf morgen gehen. Autisten sind zwar keine Neuerscheinung, man weiß über die Probleme, die jene eben haben, schon spätestens seit Temple Grandin sehr gut bescheid, aber wenn nicht jetzt, wann dann endlich mal damit anfangen, Barrieren abzubauen?

Oder weiß man doch nicht darüber bescheid?

Wenn ich Menschen mit dem Thema Autismus konfrontiere, bemerke ich, dass sie offensichtlich doch nichts oder nur Klischees darüber kennen.

„Autisten? Das sind doch die, die nicht sprechen können!“

„Autismus? Das ist doch dieser Rainman. Sind nicht sehr intelligent, aber in einer Sache übermenschlich gut.“

Und so weiter…

Unter Ärzten scheint es nicht viel besser zu sein. Die meisten wissen wahrscheinlich über Fortbildungen, dass es Autismus gibt, aber wirklich fundiertes Wissen darüber und auch Verständnis für Betroffene scheinen sie nicht zu haben. Für eine Diagnose müssen in aller Regel Spezialisten herhalten, also ein normaler Psychologe oder Psychiater von neben an reicht dafür nicht aus. So müssen Betroffene teilweise hunderte von Kilometer weit in eine größere Stadt fahren, um an diese Autismus-Spezialisten zu gelangen.

Noch eine weitere unnötige Barriere. Ich weiß nicht, ob es jedem Autisten so ergehen muss, aber ich kann mir gut vorstellen, dass eine Reise von um die 200-300 km in eine fremde Stadt schon sehr überlastend sein kann. Wenn man dann auch noch fremde Menschen in einer fremden großen Klinik um sich hat, dann ist ein Overload schon fast vorprogrammiert. Damit schafft man dem erwachsenen Autisten also selbst dadurch schon eine rießige kaum überwindbare Barriere. Das alles nur, um überhaupt an eine offizielle Diagnose gelangen zu können. Wenn man jedoch keine erhalten kann, weil die Barriere dafür zu groß ist, bekommt man auch in weiteren Dingen keine dem Autismus entsprechende Hilfe.

Leicht stelle ich mir das für einen Autisten in keinster Weise vor, da jene definitiv aufgrund vieler Barrieren täglich viel kämpfen und sich großen Belastungen aussetzen müssen, nur um von anderen Menschen als banal eingestufte Dinge meistern zu können.

Nun habe ich mir aber Gedanken dazu gemacht, wie man im ersten Schritt für Barrierefreiheit vor allem für Autisten kämpfen sollte. Wie bereits genannt fand ich die Antwort auf dem Blog Quergedachtes.

Aufklärung ist das Stichwort.

Aleksander erklärt in ihrem Blog seit über einem Jahr ihren Autismus. Sie benennt die Dinge so, wie sie sind, und eröffnet allen unwissenden Menschen ihre eigene Welt. Sie räumt ebenso mit einigen Klischees auf, wie mit diesem, dass Autisten in ihrer „eigenen Welt“ leben würden. Autisten leben doch auch in dieser Welt, in der wir alle leben. Das sollte eigentlich logisch sein, oder etwa nicht?

Genau das, was und wie sie es macht, ist der erste Schritt in Richtung Barrierefreiheit. Hätte sie nicht den Mut gehabt, über ihr Leben so offen zu schreiben, was jeder Mensch auf der Welt lesen kann, dann wäre ich sicherlich nicht so schnell auf diese entscheidende Antwort gekommen und wüsste heute definitiv einiges über Autismus nicht.

Sie macht es richtig, und das sollten wir alle auch machen. Wir sollten uns ein Vorbild an Aleksander nehmen. Sprecht darüber, benennt die Barrieren, zeigt eure Gefühle und die eurer Nächsten, brecht das Schweigen, egal wie, ob mit Musik, Worten oder Bildern. Hauptsache ist, dass man die Menschen da draußen über diese Dinge aufklärt, damit die Masse darüber bescheid weiß. Erst dann ist meiner Ansicht nach der Weg zur Barrierefreiheit in den ersten Schritten gebahnt worden.

Verbreitet die Botschaft in die ganze Welt. Seid so wie einst Martin Luther und verändert die Welt. Denn eure Stimme ist entscheidend. Auch wenn sich durch eigene Taten gefühlt nichts verändert, Veränderungen brauchen eben ihre Zeit. Man sollte also nicht den Mut verlieren, wenn sich Anfangs ein großer Brocken keinen Millimeter bewegt. Doch wenn er einmal rollt, dann rollt er alleine bis ins Tiefe Thal, wo die Menschen ihre Siedlungen haben und diesen Brocken nun auch erkennen können. (Das ist natürlich nur metaphorisch gemeint!)

In diesem Sinne hoffe ich, auch mit diesem Blogpost zumindest einen einzigen Menschen ein klein wenig zum Nachdenken gebracht zu haben.

 

Dies ist ein Beitrag, welcher dem Thema der Blogger Thementage gewidmet ist.       Vielen Dank an Aleksander für dieses tolle Projekt!


Hinterlasse einen Kommentar

Die Sprache der Gefühle.

Nichts macht uns Menschen menschlicher als unsere Gefühle. Sie verbinden uns als eine Spezies auf der ganzen Welt miteinander. Unabhängig von Hautfarbe, Abstammung, Glauben und Idealen, jeder hat sie und jeder kennt sie und jeder teilt sie mit jedem anderen. Sie machen uns besonders, individuell, aber sie machen uns gleichzeitig auch zu einer Einheit. Sie machen uns Eins!

Es gibt – man kann dies kaum glauben – zwischen 6500-7000 Sprachen auf der ganzen Welt. So gibt es eben auch bis zu 7000 Wörter für Liebe, für Angst, für Freude, für Hass und viele weitere Gefühle. Doch das Gefühl selbst gibt es nur einmal, in jedem von uns. Auch Menschen, die nicht sprechen und schreiben können, können uns ihre Gefühle zeigen, mit Gesten und Mimiken.Selbst in fremden Kulturen mit uns befremdlich erscheinenden Verhaltensregeln, versteht jeder die Bedeutung des Lächeln und Lachens. Damit zeigen wir Menschen unsere Freude, unser Glück in oder zu einer Sache oder anderen Personen. Ebenso Trauer versteht man überall auf der Welt gleichermaßen. Tränen in den Augen, gesenkter Blick, Schluchzen, jeder weiß, was damit gemeint ist. Dafür braucht es keine 7000 Worte für die selbe Sache.

Nun könnte man denken, Gefühle über Gestik und Mimik seien eine angeborene internationale Sprache, welche sogar über kulturelle Grenzen und inviduelle Behinderungen hinaus geht. Das Bild trügt leider.

Menschen mit seelischen Behinderungen sind oftmals nicht in der Lage, ihre Gefühle durch Gestik und Mimik zum Ausdruck zu bringen und ebenso die Gefühle anderer zu erkennen. Insbesondere Autisten haben große Schwierigkeit damit und werden dadurch regelrecht an der Teilhabe in der Gesellschaft behindert. Ihnen wird der Zugang zur internationalen Sprache – Gefühle – selbst in ihrer Heimat, selbst unter ihren Verwandten und Freunden verwehrt. Sie werden dadurch isoliert und leider sehr oft von Kindheit an ausgegrenzt und schikaniert.

Wann hast Du zum ersten mal bewusst Musik gehört und welches Gefühl hattest du dabei?

Ich habe vor einigen Jahren erkannt, dass Gestik und Mimik zwar eine besonders wichtige Sprache der Gefühle ist, aber Musik die Sprache schlecht hin ist. Nichts bringt die Menschen emotional näher als Musik. Seien es Ritualtänze der Indianer und Asiaten, oder seien es moderne Rockkonzerte auf Festivalls. Musik vereint uns nicht nur, sie schweißt uns nicht nur zusammen, sondern Musik bewegt uns emotional am intensivsten. Keine Worte, keine Sprache, keine Gestik und keine Mimik auf der Welt vermittelt Emotionen besser als es Musik kann.

Mit dieser Erkenntnis bin ich auch zu dem Gedanken gekommen, dass auch Autisten mit Hilfe der Musik ihre Gefühle einerseits zum Ausdruck bringen können und andererseits auch Gefühle erfassen können. Es gibt einige Autisten, die besonders begabt auf einem Instrument sind und u.A. auch beschreiben, dass sie sich im Spiel sehr befreit und entspannt fühlen. J.S.Bach und W.A.Mozart – so wird jedenfalls vielfach vermutet – sollen ebenso autistisch gewesen sein. Ihr besonderes musikalisches Talent nutzten sie, um zu überleben und Adlige durch besonders emotionale und imposante Werke so sehr zu beeindrucken, dass sie eine Stelle als Musiker und Komponist am Hof bekamen.

Ist Musik wirklich die Sprache der Gefühle?

Man muss sich ja nur mal die Frage stellen, warum jeder Film und jedes Videospiel mit sehr bewegender Musik hinterlegt ist. Selbst für Werbezwecke benutzt man häufig Meisterwerke von Bach, Händel, Mozart und vielen mehr.

Ebenso die große Vielfalt an Musik darf man nicht übersehen, wenn es um diese Frage geht. Diese deckt im Grunde genommen das ganze Spektrum der Gefühle ab, was nicht verwundern sollte, da Komponisten und Musiker ihr eigenes Gefühl in die Musik packen. Wie ein magischer Schlüssel öffnen ihre Werke dann die Zugänge der Gefühle von vielen anderen Menschen und das macht eine Sprache eben aus. Der Komponist ist der Sender, Musik das Medium und der Zuhörer der Empfänger.

Also ja, Musik ist eine Sprache, eine Sprache der Gefühle.

Und so hoffe ich, dass jeder Mensch auch die Chance erhält, seine Gefühle durch seine eigene Musik anderen Menschen näher bringen zu dürfen. Jeder, der ein Kind mit einer Behinderung – obgleich welcher Art – hat, sollte ihm die Kunst der Musik lehren, denn sie bricht alle Grenzen, über die es nicht hinaus kann. Manche Autisten fühlen sich oft gefangen in ihrer eigenen Haut, wie hinter einer Glaswand. Musik durchdringt jedoch jede Glaswand – wenn Reden nicht funktionieren mag, gibt es immer noch jene alternative, häufig auch unterschätzte Art der Kommunikation über die Musik.

Gemeinsam sind wir stark. In diesem Sinne schlage ich vor, gemeinsam etwas Musik zu hören und in Gedanken ein Fest der Gemeinsamkeit zu feiern.

 

Dies ist ein Beitrag, welcher dem Thema der Blogger Thementage gewidmet ist.       Vielen Dank an Aleksander für dieses tolle Projekt!


Hinterlasse einen Kommentar

Aller Anfang ist schwer.

Es ist einige Zeit vergangen seit meinem letzten Blogpost. Nun muss ich mich erstmal wieder hier zurecht finden und überlegen, wie ich das hier letztendlich gestalten möchte. Ich bin guten Mutes, dass ich bis zum neuen Jahr ein passenderes Konzept für diesen Blog gefunden habe als bisher und darauf hin auch einige neue Themen folgen werden. Bis dahin wird auch dieses Chaos hier beseitigt werden. Dazu muss ich aber noch herausfinden, wie ich neue Seiten erstelle. Offenbar ist mir dies noch nicht gelungen, obwohl ich dachte, es wäre mir gelungen.

Aller Anfang ist eben schwer und hinter jedem Blogpost steckt auch viel Mühe, Zeit und Geduld, viele Gedanken und noch mehr verworfene Ideen.

Manche Menschen denken wohl nicht darüber nach, wie aufwändig das Verfassen nur eines Blogpost sein kann, bis man zu einem Thema kommt und bis man das in passende Worte und einen guten Rahmen packt. Sie lesen es einfach nur, als wäre es schon immer da gewesen und wie aus dem Nichts einfach entstanden.

Sie stimmen dem Inhalt zu oder erkennen dies als unsinnig an. Letztendlich darf man nicht erwarten, das ein junger Blog gleich überrant wird oder viele Abonenten einfängt. Doch darum ging es mir auch nie, ich schreibe nicht, um Anerkennung zu finden, sondern ich mache es nur aus einem einzigen Grund:

Schreiben macht mir Spaß.

Ich hoffe, ich kann in Zukunft dieser Leidenschaft auch wieder intensiver nachgehen. Ob und wie es mir gelingt, wird sich spätestens nach der Weihnachtszeit zeigen.

Zusatz: Da ich soeben von den Blogger Thementagen erfahren habe, entschloss ich mich, in einem spontanen Eilprojekt daran teilzunehmen. Auch wenn die Anmeldung nur bis zum 4.12. ging, hoffe ich, dass heute noch zu jedem Thema einen Blogpost erstellen kann und teilnehmen kann.


Hinterlasse einen Kommentar

Ein geknölltes Knöllchen.

Es mussten einige Jahre vergehen, bis ich diesen Anblick auch mal erleben durfte. Ein kleiner Zettel geknöllt am Scheibenwischer. Bislang war ich immer stolz darauf, noch nie ein Bußgeld erhalten zu haben. Obgleich ich mich fragte, ob das überhaupt so in Ordnung ist, gut sichtbar, leicht entfernbar und so provokant so ein Bußgeld zu verhängen. Einerseits wird man damit ja öffentlich an den Pranger gestellt und andererseits könnte jeder Mensch so einen Zettel entfernen und somit dem Autobesitzer zusätzlich auch noch eine Mahngebühr bescheren, da der ja ohne den Zettel gar nichts von einem Bußgeld weiß. und daher nichts rechtzeitig zahlen wird.

Wie auch immer. Das sind nur so Nebengedanken von mir gewesen. Was ich mich schon bevor ich überhaupt öffentlich und autonom im Straßenverkehr umherkreiste fragte, ob denn dieses Bußgeldsystem wirklich so sinnvoll ist.

Für jede Ordnungswidrigkeit und Straftat im Straßenverkehr wird erst mal nur ein fixer vorher festgesetzter Betrag an Geld eingefordert. Dazu kamen später noch die Punkte in Flensburg hinzu.  So weit so gut.

Das Problem am reinen Bußgeld ist, dass ein gut verdienender Mensch sich darum nicht schert, wenn er ein paar läppische Euros weniger in der Tasche hat. Um auch gut betagte Menschen vor Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr abzuschrecken, hat man nun das Punktesystem eingeführt.

Doch auch dieses Punktesystem ist nicht wirklich abschreckend, wenn man ausreichend Geld für das Bußgeld in der Tasche hat. Das liegt an folgenden Dingen:

1. Bei geringfügigen Verstößen gibt es keine Punkte, der gut verdienende Mensch kann also immer geringfügig gegen die Regeln verstoßen, ohne sich größere Sorgen machen zu müssen.

2. Durch die Änderung des Punktesystems gibt es nur noch Punkte für schwerwiegende Verstöße, also der gut verdienende Mensch muss sich noch weniger Sorgen um Punkte machen; darf also noch leichter mittelschwere Verstöße im Straßenverkehr begehen.

3. Wenn es  die Regel wird, dass man Punkte durch Spenden abbauen kann, wie es letztens bei der Hochwasserkatastrophe 2013 praktiziert wurde, kann ein gut verdienender Mensch so 10-16 bedenkenlos ansammeln lassen, um dann bei den nächsten Katastrophe soviel zu spenden, dass er wieder bei 0 Punkten angelangt ist. Also mit ausreichend Geld, sind dann auch diese Punkte nicht mehr abschreckend, weil es ja mindestens alle 10 Jahre mal eine schwerere Katastrophe gibt, für die man dann spenden kann.

4. Selbst wenn einem gut verdienenden Bürger der Führerschein entzogen wird, weil er zu viele Punkte angesammelt hat, kann er nach der Frist des Führerscheinentzugs problemlos eine neue Führerscheinprüfung machen. Geld spielt dabei also absolut keine Rolle.
Fazit: Wer ausreichend Geld hat, kann mit etwas Planung, Kenntissen zum Gesetz und geringfügiger Vorsicht problemlos seinen Führerschein behalten, UND dabei eben auch regelmäßig gegen viele Regeln mittelschwer oder schwergradig verstoßen. Selbst bei Alkoholverstößen sind die Strafen noch sehr milde, was den befristeten Führerscheinentzug betrifft, die Bußgelder hingegen sind schon extrem hoch. Aber die Höhe des Bußgeldes ist egal, wenn man im Jahr mehr verdient, als man praktisch ausgeben kann.

Was bedeutet das im Vergleich dazu für einen Studenten, oder sonst wie Geringverdiener?

1. Bei geringfügigen Verstößen gibt es keine Punkte, aber jedes mal ein sattes Bußgeld. Wenn man neben allen Nebenkosten im Monat noch so 100-300€ zur freien Verfügung hat, sind selbst 25€ schon sehr viel Geld in der Relation. Aber es gibt auch Menschen, die monatlich nur noch ein Puffer von 50€ oder noch weniger haben. Solch ein kleines Bußgeld kann also schon die ganze eigene Existenzgrundlage zerstören.

2. Durch die Änderung des Punktesystems gibt es nur noch Punkte für schwerwiegende Verstöße. Das bringt aber dem geringverdienenden Menschen nicht wirklich etwas, wenn zeitgleich die Bußgelder immer höher angesetzt werde. Dieser leidet nicht unter den Punkten, sondern unter dem immer höher angesetzten Bußgeld. 40-50€ für das Telefonieren am Steuer bedeutet für einen Geringverdienenden teilweise sogar, dass er über 10% seines monatlichen Einkommens dafür blechen muss. Bei Alkoholverstößen muss mancher sogar an die 500€ Strafe zahlen, was mehr ist als manche überhaupt im Monat verdienen, und jener hat dann noch die Folgen zu tragen, dass ihm der Führerschein entzogen wird, also je nach Wohnort sogar die Unmöglichkeit geschaffen wird an seinen Studienplatz oder Arbeitsstelle zu pendeln. Das geht noch weiter, wenn zusätzlich auch noch Gebühren für MPU und neuen Führerschein getragen werden müssen. Solch ein Mensch ist dann nur durch einen Verstoß vollkommen in seiner existenziellen Grundlage vernichtet worden.

Ist das noch verhältnismäßig? Nein, das ist es auf keinen Fall!

3. Wenn es  die Regel wird, dass man Punkte durch Spenden abbauen kann, wie es letztens bei der Hochwasserkatastrophe 2013 praktiziert wurde, nützt das einem nichts, wenn man einfach kein Geld für Spenden in der Tasche hat. Ich denke, jeder Mensch, der Mitleid mit solchen Opfer hat, würde im Falle einer extremen Katastrophe auch ohne so ein Angebot vom Staat (also ganz von sich aus ohne eigenen Nutzen) 5-20€ spenden, aber wenn man selbst nichts hat, dann kann man auch nichts hergeben. Und selbst wenn man ein wenig über hat, kann man damit sicherlich nicht so viele Punkte „einspenden“, dass man gänzlich auf 0 kommen könnte.

4. Wenn einem schlecht verdienenden Bürger der Führerschein entzogen wird, weil er zu viele Punkte angesammelt hat, kann er nach der Frist des Führerscheinentzugs kaum noch eine neue Führerscheinprüfung machen. Geld spielt dabei also absolut eine Rolle. Ich kenne zwar keine genauen Zahlen, aber mit 1000€ an Kosten muss man sicherlich im Minimum rechnen, um überhaupt wieder an einen Führerschein zu gelangen. Manche müssen also mindestens ein Jahr darauf sparen, um überhaupt sich sowas wieder leisten zu können, und wenn dann ohne Führerschein auch noch der Arbeitsplatz futsch ist, ist das schon Utopie, dass man je wieder an diesen Schein gelangen könnte.

Fazit: Wer wenig verdient, ist durch diese teilweise horrenden Bußgelder besonders gestraft, und wird mit diesem Punktesystem noch viel härter bestraft. Ein Geringverdiener muss also penibelst darauf achten, zu 100% perfekt die Straßenverkehrsordnung zu kennen und einhalten zu können. Doch selbst ein an sich sehr gewissenhafter Fahrer wird immer wieder Opfer eines nichts so gewissenhaften Fahrers bei einem Unfall, und muss wegen unklarer Sachlage dennoch oft 30-50% aller Kosten tragen können.  Und selbst sehr gewissenhafte Fahrer nehmen vielleicht mal ausnahmsweise das Handy zum Ohr, weil ein Anrufer quengelt und man sich keine Freisprecheranlage leisten kann, oder hat einmal im Jahr doch etwas zuviel getrunken, so dass er zwar noch einigermaßen sicher auf Nebenstraßen ohne Gefährdung anderer fahren kann, aber dann eben doch genau in dieser Situation von der Polizei aufgehalten wird.

Natürlich sind diese Regelungen im Straßenverkehr für die eigene und fremde Sicherheit äußerst sinnvoll. Ich möchte keinen dazu ermutigen oder antreiben betrunken Auto zu fahren, oder durch ein Handytelefonat vom Straßenverkehr abgelenkt zu werden. Alle Gesetze haben ihre vollkommene Berechtigung.

Doch darf es nicht sein, dass derjenige, der kaum was in der Tasche hat durch Bußgelder und Strafen existenziell ruiniert wird, wenn derjenige, der viel in der Tasche hat, darüber meist nur lachen kann. Daher dachte ich mir selbst schon bevor ich überhaupt ein eigenes Auto bedienen durfte, dass man dieses Bußgeldsystem radikal ändern müsste, damit es fairer wird und eben nicht gleich potentiell vermag ganze Existenzen auszulöschen.

Ich nenne meine Idee mal schlicht „Sozialer Bußgeldkatalog“. Das was wir jetzt haben würde ich eher als autoritären oder diktatorischen Bußgeldkatalog bezeichnen.

Ein sozialer Bußgeldkatalog sollte so ausgerichtet sein, dass das Bußgeld zwar immer schmerzhaft entsprechend des jeweiligen Vergehens für den Täter ausgelegt ist, aber ihn niemals existentiell ruinieren kann.  Ein geringfügiges Vergehen sollte also geringfügig und ein schweres Vergehen deutlich schmerzhaft sein; aber für ALLE Verkehrsteilnehmer gleichermaßen.

Das Punktesystem nach der letzten Reform, könnte so auch beibehalten werden, also Punkte nur für schwergradige Vergehen. Damit das Ganze aber sozial bleibt, sollte ein Geringverdiener für die Folgen (MPU, neuer Führerschein, etc.) prozentual zum Jahreseinkommen nicht mehr zahlen müssen als ein Großverdiener. Also das müsste gesetzlich so geregelt werden, dass einer mit viel Geld und Einkommen deutlich mehr zahlen müsste und ein Geringverdiener deutlich weniger als bislang üblich. Und das erreicht man nur durch Prozentregelsätze bezogen auf das Einkommen und auf das allgemeine Vermögen.

Damit wären wir bei meiner ursprünglichen Idee der Prozentregelsätze bzgl. dem Bußgeld. Das würde sich nach meiner Idee dann so gestalten, dass man bei einem Vergehen erst mal ein normales fixes Bußgeld zahlt, dass aber nicht höher als 50€ sein darf. Für Falschparken – also kleine Vergehen – 0-10€, für mittelschwere Vergehen – z.B. 1 Sekunde nach Rot über die Ampel – 15-30€, und für schwere Vergehen wie mit viel Alkohol am Steuer erst mal nur 50€. Das muss also jeder sofort binnen 7 Tagen zahlen, ohne Ausnahme.  Dazu kommt nach meiner Idee aber ein Prozentregelsatz: Zu dem normalen (aber deutlich geringerem als derzeit üblichen) Bußgeld kommt ein weiteres Bußgeld hinzu, dass nicht wie bislang üblich durch einen festen Eurobetrag gekennzeichnet ist, sondern nur durch einen Prozentwert zum Jahreseinkommen und/oder Besitz/Kapital. Also z.B. fürs Parken ein an einer Sperrfläche 10€ Bußgeld plus 025% vom Jahreseinkommen an Bußgeld. Oder Fahren mit mehr als 1,09 Promille mit einem Bußgeld von 50€ plus 4% vom Jahreseinkommen an Bußgeld.

Das würde dann so aussehen, das jemand mit einem Netto-Einkommen von 5.000€ pro Jahr für das Falschparken an einer Sperrfläche zuerst 10€ Sofortbußgeld und 12,5€ Prozentsatzbußgeld zahlen würde, was in etwa auch dem aktuellen Bußgeldsatz entspricht, und für einen Geringverdiener schon eine große Menge an Geld darstellt, diesen aber nicht in den Ruin führen wird. Für einen Großverdiener mit z.B. 100000€ pro Jahr Nettoeinkommen, wären dies dann schon 10€ Sofortbußgeld und 250€ Prozentsatzbußgeld, was dann auch für jenen schon eine deutlich höhere finanzielle Belastung darstellen würde.

Bei Alkohol am Steuer würde das wie folgt aussehen: Der Geringverdiener mit 5.000€ Nettoeinkommen pro Jahr würde 50€ plus 200€ an Bußgeld zahlen, also deutlich weniger als derzeit im Bußgeldkatalog verzeichnet, aber dennoch entsprechend seines Einkommens extrem schmerzhaft. Schmerzhaft ist es also allemal, wenn man 5% seines Jahreseinkommens dafür blechen muss. Aber auch für den Großverdiener (100.000€ pro Jahr Einkommen) ist es schmerzhaft, da dieser dann 50€ plus 4.000€ zahlen müsste. Also an die 4% seines Jahreseinkommens.

Mit dieser Regelung zahlt zwar der Geringverdiener immer noch etwas mehr prozentual zum Jahreseinkommen gerechnet als ein Großverdiener, wird aber dennoch so ziemlich bezogen auf den aktuellen Bußgeldkatalog entlastet und existenziell deutlich weniger gefährdet. Dafür wird aber der Großverdiener deutlich schmerzhafter in seinen Vergehen bestraft, allein nur durch Geldstrafe. Das Punktesystem wäre damit also schon fast überflüssig.

Bezogen auf Alkoholvergehen würde selbst jemand mit 5.000.000€ Jahreseinkommen immer noch seine 4% für das Vergehen bezahlen, womit der Unterschied zum Geringverdiener, der nur 5.000€ pro Jahr verdient, immer noch höchstens nur 1% betragen würde.

 

Ich denke fairer geht es nicht. Man kann hier jetzt nur noch diese Prozentsätze und Sofortbußgelder anpassen, damit auch die absolute Unterschicht in der Gesellschaft nicht existenziell durch Strafgebühren gefährdet wird. Meine hier genannten Werte sind ja erst mal nur zu Anschauungszwecken erdacht worden, also nicht in der Praxis ausgetestet worden. Solche Strafen sollten also immer so ausgelegt sein, dass sie für die Täter gleichermaßen schmerzhaft sind, aber dem Täter dennoch ermöglichen, dass sie sich bessern können in ihrem Verhalten, ohne dass dabei die ganze eigene Existenz draufgeht. Denn das ist das, was ich unter dem Schlagwort „sozial“ verstehe.

 

Wer nun diese Idee gut und für sozial hält, sollte sich am besten erst mal via Kommentar melden. Besserungsvorschläge sind natürlich immer willkommen und können auch intensiv diskutiert werden. Wenn es aber genügend Anhänger gibt, die diese Grundidee mit möglichen Anpassungen, wäre mein nächster Schritt auch eine Petition dafür. Aber dafür braucht es eben viele Anhänger, mindestens an die 50.000. bedenkt das also alles in Ruhe. So ein System hat eben viel Vorteile zum herkömmlichen System. Geringverdiener werden nicht mehr in den Ruin getrieben durch horrende Bußgelder, und Großverdiener werden es sich auch mindestens zweimal überlegen, ob sie gegen die STVO verstoßen werden. Das bedeutet also mehr Sicherheit auf den Straßen und weniger Existenzzerstörungen von Geringverdienern. Wäre also so ziemlich sozial, also zumindest deutlich sozialer als das bisherige System.

Also kommentiert dazu, verbreitet diese Gedanken, und wenn ihr so ein System unterstützt, ist es das erste Ziel, alle Unterstützer zu sammeln, um dann eine e-Petition zu starten.

Ich persönlich werde auch auf Youtube dazu noch etwas Werbung machen, was ihr auch machen könnt. Wenn sich hier oder auf Youtube ausreichend Befürworter finden lassen, werde ich eine Umfrage starten, die ich hier und auf Youtube verlinken werde., die dann jeder andere Befürworter auch bei anderen verbreiten sollte. Wenn das Ergebnis dieser Umfrage gut ausfällt, werde ich über diese Umfrage einen Link zu einer e-Petition zum Bundestag einstellen.  Diese Petition könnte dann bei ausreichenden Unterzeichnern einen großen Schritt in Richtugn Sozialität bei Bußgeldern in Deutschland bewirken.  Wäre also ein Meilenstein,wenn das durchkäme, und vor allem für die, die weniger als 15.000€ pro Jahr verdienen eine finanzielle Erleichterung, wenn man noch intensiv an den Prozentsätzen arbeitet. Ziel ist es eben, dass es fair und gerecht ist, aber auch wirksam gegen diverse Vergehen im Straßenverkehr. Und wenn das funktioniert, kann man das auch noch auf alle andere Bereiche des Gesetzes ausweiten. Aber ein Schritt nach dem anderen.

Also überlegt euch das, schreibt einen Kommentar hier und ansonsten wünsche ich euch noch einen schönen Tag.

 


Hinterlasse einen Kommentar

Rechtes Links oder linkes Rechts?

Einige kennen es wohl vom Autofahren her. Entweder sagt der Beifahrer „links“, meint aber „rechts“, oder der Fahrer erhält die Anweisung „links“, aber fährt nach rechts. Dieses Links und Recht kann manche schon ziemlich durcheinander bringen; vor allem wenn nach einer Verwechslung sehr oft die Aussage folgt, „Links ist dort, wo der Daumen rechts ist“.  Doch wenn man Links und Rechts vertauschen würde, gälte diese Aussage hingegen weiterhin. Also wahrlich kein guter Merktipp!

Besser wäre die Aussage, „Rechts ist dort, wo deine geschicktere Hand ist.“. Das gilt für alle Rechtshänder. Linkshänder müssen nur ein „un“ an’s „geschicktere“ hängen, damit auch für sie diese Aussage stimmt.

Nun… was ist, wenn man zu denen zählt, die gar nicht sicher sagen können, welche Hand nun ihre geschicktere sei? Nur weil man mit Rechts schreibt, heißt das ja nicht gleich, dass man rechts unbedingt besser sei oder allgemein alles (nur) mit rechts machen kann oder will. Hier wird es dann problematisch, aber nicht nur im Erkennen von Links und Rechts, wenn man solch eine Schwäche hat, sondern noch in vielen anderen Bereichen des Lebens.

Neulich erhielt ich ein neues Mountain Bike.  Dass man dabei mit der rechten Hand die Gangschaltung mit den Ritzel (Hinterrad) bedient, wusste ich noch von früher her, daher war ich das schon gewohnt, obwohl ich über 10 Jahre auf keinem Rad mehr gesessen bin.  Doch wie war das noch mal mit den Bremsen? Das wusste ich überhaupt nicht mehr. Also bremste ich einfach so, wie ich es im Gefühl hatte, dass es richtig sein müsste.  Ich wusste nur noch, dass man nicht mit der Vorderbremse zu stark bremsen darf, sonst fliegt man Kopf über über den Lenker hinweg.

Tja, es musste so kommen. Ohne dem Wissen dazu, welcher Bremshebel für welche Bremsscheibe da ist, bremste ich lieber mit links. Ich fühlte mich dabei eben sicherer. Einen Lenkerflug machte ich aber zum Glück nicht dabei, weil der linke Hebel eben für die Vorderradbremse war. Erst durch Bremsgeräuschkontrolle hatte ich herausgefunden, wo denn nun welche Bremse mit welchem Hebel bremst. Rechts ist also die Hinterradbremse. Jetzt wusste ich das, daher versuchte ich mich nun von links nach rechts umzugewöhnen, auch wenn es mir nach wie vor lieber wäre, mit links auch hinten bremsen zu können. Zumal es als reiner Rechtshänder praktischer wäre, die rechte Hand dann auch mal frei haben zu können, und dann trotzdem eine schnelle Notbremsung mit der Hinterradbremse durchführen zu können.  Also ein Rechtshänder-Bike das besser für Linkshänder ist?

Im Grunde nicht, da vieles im Leben auch nur reine Gewohnheitssache ist. Für das Bremsen muss eine Hand ja keine besonderen Fähigkeiten besitzen. Nur ist es so, dass man in einer Rechtshänderwelt eben auch auf die rechte Hand so ziemlich getrimmt wird.  Das ist auch der Grund, warum ich wohl vieles wie ein Rechtshänder mit rechts mache. Doch nicht alles, und einiges auch vom Gefühl her – also ohne äußere Regel oder äußerem Zwang dazu – mit links.

Beispiele: Flaschen und Deckel aufdrehen, Handy bedienen, ersten Schuh anziehen, auf der Tastatur schreiben, Klavierspielen, etc. All das mache ich i.d.R. immer (zuerst oder übermäßig viel) mit links.

Einige Dinge mache ich auch wechselnd mit beiden Händen – aber gleichgeschickt! So wie Werkzeug (z.B. Schraubendreher) benutzen, Zigaretten drehen, mit dem Fuß abspringen oder gegen eine Sache treten, Schere benutzen, etc.  Das ist sehr praktisch. Wenn man mit der rechten Hand an etwas nicht (gut) ran kommt, braucht man sich nicht so verbiegen, sondern kann einfach die andere Hand genauso benutzen.

Es gibt bislang nur eine Sache, die ich ausschließlich nur mit der rechten Hand sehr gut kann, und das ist das handschriftliche Schreiben. Fast alles geht eben auch mit links recht gut, oder in seltenen Dingen auch besser als mit rechts, so wie beim Klavierspiel, wo meine linke Hand eindeutig die ist, die größere, sauberere und schnellere Sprünge und Läufe zustande bringen kann als die rechte.

Wenn in der Summe nun die Linke genauso geschickt ist wie die Rechte, wie soll man dann rausfinden, welche die geschicktere bzw. welche denn nun die „Haupthand“ sei?

Mein ehemaliger Sportlehrer sagte beim Badminton, man solle „seine geschicktere Hand benutzen“.  Da ich eben nicht wusste, welche nun geschickter sei, spielte ich anfangs abwechselnd mit links und mit rechts. Erst nach einigen Stunden fand ich heraus, dass die rechte Seite besser ist, nicht weil sie geschickert wäre, sondern weil ein rechtshändiger Spieler auf der anderen Seite des Netzes den Ball oft auf die rechte Seite meines Spielfeldes schlug und zudem die Spielregeln beim Aufschlag auch so waren, dass man den Ball auf die rechte Seite des gegnerischen Feldes schlagen muss. Also alles kommt von Rechts, weshalb die rechte Hand mir daher als die geeignetere für diese Spielart erschien.  Wäre es erlaubt, würde ich sogar mit zwei Schläger zu gleich spielen, je nachdem, welche Seite nun besser für den jeweiligen Flug des Balles ist.

Nun stellt sich mir eine ganz besondere Frage:

Gibt es überhaupt eine Links- und Rechtshändigkeit, oder ist das nur eine Mythos, der einem nur antrainiert wird und bei den meisten anschlägt, aber bei wenigen nicht? Oder könnte jeder auch beidhändig sein, wenn man einfach die Chance dazu bekommt, für alle möglichen Dinge ausprobieren zu können, mit welcher Hand man nun was besser machen könnte, oder ob man mit beiden Händen etwas gleich gut kann?

Ich lasse diese Frage mal offen stehen. Merke nur noch an, dass ich selbst mit Links schreiben könnte, wenn ich es so wie in der Grundschule üblich täglich üben würde. Denn selbst ohne Übung kann man das noch entziffern, was ich so mit links mal schreibe.  Ebenso wechselte ich mal beim Zeichnen von kleinen Details die Hand, um die andere mal wieder entkrampfen zu können.

Also schaut mal auf eure Hände und Füße und was ihr bevorzugt mit welcher macht, oder was ihr lieber mit welcher Hand machen würdet, aber nicht könnt, weil das Umfeld das nicht erlaubt. Ich könnte z.B. problemlos auch mit der linken Hand etwas mit einer Schere abschneiden, würde eine Rechtshänderschere in der linken Hand nur richtig schneiden. ^^

Wenn Bedarf besteht, kann ich ja auch mal eine Liste zusammenstellen, die aufzeigt, was Linkshänder mit ihren Händen im Vergleich zu Rechtshändern machen, oder auch das Thema noch mal wissenschaftlicher aufgreifen, da dies ja jetzt nur meine ganz eigenen persönlichen Erfahrungen und Gedanken dazu sind.

Ich wünsche noch einen schönen Tag.

 


Hinterlasse einen Kommentar

Wieso „Hatschi“?

Ein kurzes „Tssss“ erklang im Klassenzimmer bevor mich der Lehrer sinngemäß gefragt hatte, was ich denn zu meckern bzw. kritisieren hätte. Ich, völlig verwirrt wegen dieser für mich vollkommen unerwarteten Frage, musste kurz überlegen, was der da vor mir stehend denn nun damit meine. Doch nach einigen Sekunden kam ich darauf, dass mein „Tssss“ Auslöser für die Frage war.

Dann war mir klar, ein „Tssss“ wird ja meist dazu verwendet, um eine Aussage eines anderen zu kritisieren. Die wohl einfachste Art ganz ohne eines Vokals Kritik zu äußern.

Doch wer mich kennt, dürfte bei mir schnell erkennen, dass ich Kritik immer voll und ganz in richtigen Worten ausformuliert äußere. Ein „Tssss“ gibt es bei mir nicht im Wortschatz. Ein „Tssss“ von mir ist das, was andere als „Hatschi“ kennen. Eben, ich nieße nur.

Doch frage ich mich, warum der Mensch „Hatschi“ macht und nicht „Tssss“, wenn er nießen muss. Denn dieses „Hatschi“ kann ja nur erzeugt werden, wenn man seine Stimmbänder zum Schwingen bringt. Das liegt vor allem am Vokal „a“ darin. Ein „i“ kann man ja mit etwas Übung noch ganz ohne Stimmbändereinsatz erklingen lassen, aber ein sauberes „a“ ohne Stimmbänder ist nicht wirklich möglich.

Nur, was haben die Stimmbänder beim Nießen denn verloren? Ziel des Nießens ist es möglichst gut und schnell, aber auch schonend Fremdkörper aus der Nase heraus zu pusten. Dafür braucht man ja keinen Vokal namens „a“.

Wenn ich mir so meine Haustiere ansehe, dann machen unsere Katzen ein „Tssss“ genau so wie ich, unser Hund macht eher ein „Tssplpl“, was wohl durch die große Schnauze, also die breiten Lippen verursacht wird. Aber ich habe noch kein Tier erlebt, das ein „Hatschi“ beim Nießen machen würde.

Mensch, du bist wahrlich komisch. Manche dieser Spezies schaffen es sogar beim Nießen so laut zu sein, dass man sie sicherlich noch in 5km Entfernung hören kann. Das ist sicherlich nicht übertrieben, wenn ich mir nur eine verwandte Person anhöre. Zuerst kommt ein großes und lautes „Haaaaaaa“ und dabei noch das Pfeifen der Bronchien beim Einatmen, und daraufhin ein ohrenbeträubendes „tschiii“. Also richtig laut, so laut, dass ich als sensibler Mensch dazu neige mir die Ohren zuhalten zu müssen und die Augen zukneife.

Manche machen statt einem „tschi“ am Ende auch nur ein „tsch“. Doch ob nun „tsch“ oder „tschi“ beim ruckartigen Ausatmen, das macht keinen großen Unterschied, wenn man eben betrachtet, wie ein „tsch“-Laut physiologisch erzeugt wird. Dabei wird nämlich die Luft schlagartig durch den Mund hinausbefördert. Die Zunge liegt fast parallel zum Gaumen, wobei aber der Spalt zwischen Zunge und Gaumen noch genügend Luft durchlässt, so dass durch die Nase wenig bis gar nichts entweichen muss.

Doch wenn man sich den Sinn des Nießens noch mal zu Auge führt, ist es ja das Ziel dabei, möglichst viel Luft in kurzer Zeit durch die Nase zu pressen, damit dort Fremdkörper rausgejagt werden. Wenn man also einen „Tsch“-Laut macht, wird dieses Ziel nicht erreicht, da ja die meiste Luft durch den Mund entweichen wird.

Betrachtet man hingegen das „Tssss“, dann wird man schnell feststellen, dass dieser Laut nur erzeugt werden kann, wenn man mit der Zunge den Mundraum vollkommen verschließt. Die Zunge geht also mit der Spitze Richtung Gaumen und macht hier dann erstmal dicht für den normalen Luftweg durch den Mund. Beim ruckartigen Ausatmen wird demnach die meiste Luft durch die Nase umgeleitet, und es ertönt nur noch ein „Tssss“-Laut, da durch den hohen Druck doch noch etwas Luft zwischen Gaumen und Zungenspitze entweichen kann.

Man kann diese Verschlusstechnik beim Nießen mit der Zunge im Grunde so betrachten, dass es als eine Art Überdrucksventil funktioniert. Damit die Nase beim Nießen nicht zu viel Luftdruck abkriegt, wobei dann Verletzungen im Nasenraum auftreten würden, sorgt die Zunge eben dafür, dass bei zu großen Druck auch etwas Luft noch durch den Mund entweichen kann. Es findet ein sehr gut kontrollierter Druckausgleich statt, die Folge ist dann eben ein „Tssss“-Laut.

Ich kam also zu der Überzeugung, dass ein „Tssss“ beim Nießen vollkommen zweckgemäß ist, so wie es uns auch unsere Haustiere vormachen. Ein „Hatschi“ hingegen erfüllt nicht mehr den Sinn und Zweck des Nießens, da dabei eben die meiste Luft durch den Mund gepresst wird, die Nase an sich also nicht mehr durch den Luftwall gereinigt werden kann.

Woher kommt dann dieses „Hatschi“ bei all den Leuten?

Meine Vermutung ist, dass dies mit der Hygiene zu tun hat. Beim herkömmlichen Nießen kann eben schon auch mal etwas Schleim unkontrolliert durch die Nase herausgeschleudert werden. Das ist eklig, man schämt sich dann bei anderen dafür, also möchte man dies eben vermeiden. Um dies zu vermeiden hilft es eben nur, möglichst keine Luft mehr durch die Nase zu lassen, wenn man nießt. Da dies aber nicht ohne weiteres möglich ist, weil man beim Nießen automatisch reflexartig die Zunge Richtung Gaumen bewegt – zudem auch oft die Augen noch dabei schließt, kann man nur noch eingreifen, in dem man eben die Zunge nicht gänzlich an den Gaumen setzt, sondern nur sehr flach da ranführt. Damit wird dann eben aus einem scharfen „Tssss“ ein rauschendes „Tsch“.

Ein „Tsch“ ist wohl sicherlich nicht angeboren, sondern eher im Laufe der Jahre anerlernt, so dass man es als Erwachsener auch keinesfalls mehr bewusst machen muss, sondern eben automatisiert von statten geht.

Dennoch an alle Nießer und Nießerinnen, versucht mal wieder mit einem „Tssss“ zu nießen, denn alles andere macht keinen Sinn. Der große Vorteil am „Tssss“ ist eben, dass es sowohl leise ist, als auch die Nase reinigt. Es hilft auch bei Allergien, wenn man die Pollen damit aus der Nase wieder pusten kann, aber auch bei diversen Erregern, wenn die ersten Erreger damit eben gleich wieder aus dem Körper entfernt werden.

Denn der große Unterschied zwischen Schneuzen und Nießen ist jener, dass beim Schneuzen bereits eine Infektion oder eben eine allergische Reaktion voll ausgeprägt ist, wodurch viel Schleim produziert wird. Beim Nießen hingegen ist meist nur wenig Schleim, also eine normale Schleimmenge vorhanden. Dabei werden demnach nur Erreger und Fremdkörper, bevor sie etwas infizieren können, wieder entfernt. Nießen macht also Sinn, wenn man sich das ein bisschen überlegt.

Ein „Tssss“ macht frei, im wahrsten Sinne des Wortes, ein „Hatschi“ ist aber nur lästig für andere und für einen selbst, mehr nicht wirklich.

Aber aufpassen! Wenn man den Mund vollkommen dicht macht, damit also dieses Druckventil durch den Mund verliert, dann kann es in der Nase wehtun beim Nießen. Habe ich auch schon erlebt. Dieses Druckventil durch den Mund ist beim Nießen also auch sehr wichtig und äußerst sinnvoll. Ansonsten könnte man ja den Mund auch einfach nur zu machen, bräuchte also den Reflex nicht, dass die Zunge zum Gaumen geht und der Mund dabei geöffnet bleibt oder wird.

Am Ende möchte ich für alle nochmal die Frage in den Raum stellen.

Wieso „Hatschi“?

Wer sich diese Frage bis jetzt noch nicht beantworten kann, möge sich am besten noch mal den Artikel von mir ab dem 4. Absatz durchlesen.

Also denkt mal darüber nach. Mir fiel das schon lange auf, jetzt möchte ich eben das auch mal zu Wort bringen.


Hinterlasse einen Kommentar

Jammern können sie alle, ihre Fehler einsehen aber nicht?

Diesmal komme ich gleich auf den Punkt. Es geht um alle jene Menschen, die vollkommen genießbare Nahrung in den Bio-Müll werfen, aber zeitgleich jene sind, die über jede Steuererhöhung oder Gehaltskürzung sofort unüberhörbar laut und intensiv jammern und/oder dagegen rebellieren.

Wenn man in einer Pension lebt, also mit viele unterschiedlichen Personen in Kontakt kommt, ist es ein leichtes zu erkennen, wie sie alle so ticken. Auffällig dabei ist eben, dass viele jammern, obwohl sie eigentlich alles nötige zum Leben haben. Extremfälle sind jene, die dann auch noch Lebensmittel verderben lassen.

Ich selbst habe sogar einmal unwissend ein Lebensmittel konsumiert, was weggeworfen wurde, da ich nichts davon wusste, dass dieses zuvor bereits im Bio-Müll landete. Mein einziger Gedanke dabei war, „Es ist ja noch gut, sollte also nicht ungekühlt dort liegen, sondern schnell konsumiert werden“. Erst im Nachhinein erfuhr ich, dass eine Person hier zuhause dieses Lebensmittel aus dem Bio-Müll rettete und im Wohnbereich lagerte, um es dann anschließend dem Hund zu verfüttern.

Ich konnte es aber auch essen und genießen, warum wollte es man dann nur noch dem Hund verfüttern?

Ein weiterer Punkt. Das, was man wohl aus Ekel selbst nicht mehr essen will, verfüttert man lieber seinen Haustieren? Wie krank sind denn die Menschen nun schon geworden???

Wie auch immer, wer jammert, weil es ihm doch so schlecht ginge, sollte erstmal auf sich selbst schauen, was er denn so macht. Wer Lebensmittel einfach wegwerfen kann, dem kann es nicht so schlecht gehen.. und wem es nicht so schlecht gehen kann, der hat auch keinen Grund zu jammern.

Um das auf die Spitze zu treiben, es gibt auch Menschen, die verzweifeln, wenn in ihrem Luxus-Auto ein Kratzer ist. Hey Leute, wer sich soviel Luxus – und jeder in Deutschland lebt im Vergleich zur 3. Welt im wahren Luxus – leisten kann, der kann sich auch eine Entfernung des Kratzers im Auto ohne viel Aufwand leisten.

Bevor man also beginnt zu Jammern, sollte man sich mal selbst im Spiegel betrachten und einsehen, dass man viele Fehler in seinem Verhalten macht, mit deren Behebung man auch viel an Finanzen einsparen könnte, um damit die vermeintlich wichtigen Luxus-Bedürfnisse leichter stillen zu können.

Das fängt im Kleinen an. Wenn Lebensmittel auf den Boden fallen, sind sie nicht gleich kontaminiert mit hoch-toxischen Krankheitserregern, sondern weiterhin ohne Gefahr genießbar. Ich selbst aß schon Dinge von anderen, die auf den Boden fielen, oder im Biomüll lagen, und wurde davon in keinster Hinsicht krank. Damit habe ich teilweise Geld gespart, teilweise sogar indirekt Geld verdient.

Im Großen geht das soweit, dass Lebensmittelmärkte abgelaufene Ware einfach entsorgen, obwohl sie noch bedenkenlos konsumiert werden kann.

Wer also in Deutschland jammert, weil er finanziell leidet, hat keinen Grund dazu, weil wir vor allem im Bereich der Lebensmittelversorgung im extremen Luxus leben.

Trotzdem kann ich es verstehen, dass nicht jeder mit Genuss Lebensmittel aus dem Bio-Müll essen kann, davor zu großen Ekel hat. Das ist noch gerade so verständlich für mich, aber jeder, der Lebensmittel einfach wegwirft, hat für mich kein Verständnis mehr dafür, wenn er rumjammert, weil es im finanziell schlecht geht, oder sich das oder das, was er braucht oder zu brauchen glaubt, nicht haben kann.

Für alle Probleme gibt es Lösungen, und die beste Lösung liegt meist darin, sich selbst und sein eigenes Verhalten zu verändern. Kein Grund fürs Jammern, sondern nur weitere Gründe zum Handeln und Verändern.


Hinterlasse einen Kommentar

Die ungenutzte Türklinke.

Sie erhält in der modernen Zeit kaum noch viel an Beachtung, da sie so normal ist, wie täglich mehrmals die Toilette zu besuchen. Dabei benützen wir sie noch viel häufiger als mal das stille Örtchen aufzusuchen oder als nur mal das eigene Haus zu verlassen.

Wer es nun noch nicht erkannt hat, es ist hier die Rede von der Türklinke, die sich normalerweise an jeder Tür beidseitig befindet und uns das Leben doch sehr erleichtert, da man damit Türen ganz einfach öffnen und schließen kann.

Doch mit dem Schließen von Türen scheinen manche Menschen noch große Probleme zu haben. Klar ist, um eine Türe zu öffnen, muss man diese Klinke auch benutzen, sonst wird daraus nichts. Viel weniger bekannt zu sein scheint, dass man damit auch eine Türe wieder schließen kann ohne gleich ein kleines Erdbeben im Haus zu erzeugen.

Wenn man in einer Pension lebt, erlebt man es sehr häufig, dass Türen einfach zugeschlagen werden. Jedes mal erschrecke ich dabei und frage mich jedes mal erneut, warum diese Leute noch nicht erkannt haben, dass sich an der Türe eine Klinke befindet, mit der man die Türe auch wesentlich leiser schließen kann.

In Zeiten, in denen man immer größeren Wert auf einen Silent-PC selbst im Büro- und Heimbereich legt, ist es doch sehr merkwürdig, warum selbst jene Menschen, die einen leisen PC haben möchten, sich nicht um die einfachsten Lärmvermeidungsbemühungen kümmern, wie eine Türe einfach mit der selben Klinke zu schließen, mit der sie sie auch geöffnet haben.

Also an alle unwissenden Menschen, Türklinken können und sollten sowohl für das Öffnen als auch das Schließen betätigt werden, denn dafür sind sie nämlich da.


2 Kommentare

Warum Menschen leichte Beute für Raubtiere wären.

In der freien Wildnis ist es oft wichtig, dass man für Raubtiere ungehört bleibt, da die meisten Raubtiere ein außerordentlich gutes Gehör haben, dafür aber meist sehr schlecht sehen oder riechen. Raubtiere haben also eines gemein, sie hören im allgemeinen sehr gut. Wölfe sehen sehr schlecht, hören und riechen dafür sehr gut, Wildkatzen riechen nicht sonderlich gut, hören und sehen dafür aber sehr gut.

Doch was bedeutet das für den Menschen?

Jeder wird dies wohl mindestens einmal in seinem Leben gehört haben. „Bumpf, Bumpf Bumpf, Bumpf“ oder „Klack, Klack, Klack“. Manche werden jetzt wohl an eine Lok oder an das Ticken einer Uhr denken. Doch handelt es sich dabei um Geräusche, die der Mensch bzw. viele, die dieser Spezies angehören, tagtäglich produzieren und damit teilweise sogar einer startenden Flugmaschine Konkurrenz machen könnten, was die Lautstärke betrifft.

Befindet man sich in einem Raum – einem Büro oder Zuhause in seinem Arbeitszimmer – hört man sie in der Ferne bereits mit diesen Geräuschen herannahen. Eindringlich wird dieses Stampfen lauter und lauter wird bis man es selbst an der Haut durch Vibrationen der Umgebung wahrnehmen kann. Besonders als sensibler Mensch wird man sich davon gestört fühlen, wenn man sich auf seine Arbeit konzentrieren möchte.

Doch wie kommt es dazu?

Das klackende Fahrgestell einer Frau geht meist von ihrer bizarren Schuhwahl aus. High-Heels. Wenn frau meint damit all Aufmerksamkeit auf sich lenken zu müssen, wäre das allein noch ihre Sache, doch muss man von reiner Rücksichtlosigkeit sprechen, wenn sich andere Menschen dadurch massivst gestört fühlen.

Zum Wohle aller sensiblen Menschen sollte frau also nochmal ihre Schuhwahl je nach Anlass überdenken. Wenn frau mit High-Heels auf dem feuchten Waldboden stolziert, wird man sie selbst in naher Distanz wohl nicht vermerklich wahrnehmen können, auf offenen Straßen in der Stadt wird man auch nicht viel davon bemerken, weil ihr klackendes Schuhwerk von lauteren Geräuschen überlagert werden wird. Doch an Orten, wo für gewöhnlich gearbeitet wird, ist es einfach unnötig bei jedem Schritt noch ein lautes „Klack“ zu verursachen – so als klackten die Uhren im Zimmer nicht bereits laut genug.

Zum Wohle der Frau-Gesundheit wäre ein Verzicht solcher Schuhe am Rande ebenso sinnvoll, außer frau mag ihre Füße gerne auf Dauer deformieren, bis sie im Endstadium ohne Schmerzen oder Schmerzmittel nicht mehr benutzt werden können.

Noch viel schlimmer erscheint mir aber das „Bumpf“, da dies geschlechterunspezifisch ist und zudem sowohl barfuß als auch mit flachem Schuhwerk von vielen unserer Zeitgenossen erzeugt wird. Das geht sogar soweit, dass man mit etwas Übung anhand des „Bumpfs“ erkennen kann, wie schwer eine Person wohl sein muss, ob es also eher ein Kind oder einer 150kg schwerer Mann ist.

Doch wie kommt es dazu?

Betrachtet man die Tierwelt als Vergleichsmodell, wird man schnell feststellen, dass Bürger-Mensch am lautesten ist, wenn es um die Fortbewegung geht – sowohl zu Fuß als auch durch Maschinen. Zu Fuß eben dann, wenn er durch künstliche als auch natürliche Gegenden bzw. Orte geht oder läuft. Am Boden gehende Insekten sind für uns Menschen unhörbar, aber um im Bereich der Tiere zu bleiben, die uns am ähnlichsten sind, betrachten wir mal Säugetiere (Unterart der Wirbeltiere).

Alle Katzenarten, also Hauskatze, Löwe, Tiger, Leopard, etc. sind Meister im Schleichen. Selbst im schnellen Sprint kaum zu hören, sowohl in menschlichen Räumen mit harten flachen Böden, als auch in freier Natur. Aber auch Hunde und Wölfe wird man in freier Natur nicht wirklich wahrnehmen können. Sie kommen von allen Seiten, ehe man sie sehen kann, doch wenn man sie sieht, ist es meist zu spät für jede Rettung.

Aber auch Menschen zeigen, wie man sich schnell und leise fortbewegen kann. Spitzensprinter und -läufer sind genauso leise wie viele andere Tiere der Welt.

Doch warum?

Entscheidend ist nicht das Schuhwerk, sondern die Gangart. Ich schätze mal 98-99% aller Menschen in den Industrienationen treten immer mit voller Wucht mit der Ferse auf. Also das gesamte Körpergewicht wird nahezu vollkommen auf einen kaum gepolsterten Knochen gestemmt. Dass dies nur laut sein kann, erlebt man selbst, wenn es dabei dann im Kopf auch immer wieder bei jedem Schritt „Bumm“ macht. Das ist also fast wie ein Hammerschlag auf einen harten Untergrund. Sehr laut, unüberhörbar!

Abhilfe wäre vermeintlich ein spezielles Schuhwerk mit besonders großer Polsterung im Fersenbereich. Doch das hat Nebenwirkungen, wie etwa eine noch stärkere Fehlhaltung in der Fortbewegung mit diversen körperlichen Überlastungen der Gelenke und Muskulatur als Folge. Zudem schafft es Mensch selbst mit gut gepolsterten Schuhwerken unüberhörbar zu stampfen.

Was hilft also, um nicht Beute eines Raubtiers – auch Menschen können manchmal „Raubtiere“ werden, wenn es um Ruhestörung geht – zu werden?

1. Wenn immer möglich Barfuß gehen:

Das ist Grundvorraussetzung, um überhaupt sanft und leise gehen und laufen zu können, da nur dies Muskulatur und Bindegewebe im Fuß ausreichend natürlich stärkt. Wenn dies nicht möglich ist empfiehlt sich ein dünnes und flexibles Schuhprofil, und ein Schuh, worin ausreichend Platz für den Fuß ist, um Fußverkrümmungen zu vermeiden.

2. Der Vorfußgang:

Der Mensch – ursprünglich ein Ausdauerläufer – besitzt eine sehr gute Fußfederung, dessen er sich aber gar nicht mehr bewusst zu sein scheint. Diese Federung bildet sich aus dem Vorfuß mit einer guten Bindegewebepolsterung, dutzenden Gelenken im Fuß, der Achillessehne und dem stärksten Muskel im Köper bezogen auf die Muskelmasse – der Wade. Wenn man mit dem Vorfuß auftritt, spannt sich die Achillessehne und das gesamte Bindegewebe um die Fußknochen herum. Wenn man dabei die Last dann langsam hin zur Ferse führt und am Ende mit der Ferse am Boden leicht aufsetzt, ist das die perfekte Feder, die in diesem Zustand nahezu die gesamte Auftritts-Energie beim dann üblichen Abrollen des Fußes wieder in die eigentliche Fortbewegung leitet.

So laufen übrigens die Naturvölker in Afrika, weshalb ich der Meinung bin, dass dies die natürlichste Gangart ist und wohl auch die gelenkschonenste, da nachweislich der Aufprall auf der Ferse einen heftigen Prall erzeugt, der durch alle Gelenke bis hin zum Kopf geht, was die Knochen und Gelenke äußerst belastet.

Außerdem erreicht man durch diese natürliche Federung des Auftritts eine schnellere und effizientere Fortbewegungsrate bzgl. der Geschwindigkeit und dem Energieaufwand dabei. Das sollte logisch sein, denn physikalische Naturgesetze besagen, dass keine Energie erzeugt oder verbraucht werden kann. Die Energie, die also nötig ist, um den Prall im ganzen Körper und das Prallgeräusch (das „Bumpf“) beim Gehen und Laufen zu erzeugen, fehlt dann eins zu eins in der Fortbewegungsenergie.  Je lauter eine Maschine ist, desto ineffizienter arbeitet sie eben. Nicht umsonst ist ein Elektromotor, der bis zu 98% Effizienz erreichen kann, kaum noch hörbar und im Vergleich dazu ein recht ineffizienter Otto-Motor im Extremfall lauter als ein Vulkanausbruch.

Doch wie es aussieht, besitzen die meisten Menschen nicht mehr das Wissen darum, wie man eigentlich richtig gehen könnte, sondern stampfen munter weiter durch enge Flure und breite Straßen.

Doch wäre es sinnvoll an seiner eigenen Gangart zu arbeiten, denn dies hat nicht nur physiologische Vorteile, sondern noch viel mehr. Ich bin z.B. selbst auf den härtesten Böden so leise wie eine Katze unterwegs. Damit kann man garantiert jeden Menschen unbemerkt von hinten erschrecken oder einfach nur mal unbemerkt sich wo raus schleichen. ^^

Mensch sollte also wieder zum Wohle seiner/s eigenen Gesundheit und Überlebens lernen natürlicher zu leben, so wie es die Natur eben vorgesehen hatte. Die natürliche Gangart wäre ein Schritt dahin, den jeder selbst machen könnte und damit die Nerven sensibler arbeitender Menschen als Nebeneffekt schonen würde.

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten